Kies- und Sandgrube Rauscheröd bei Passau. — Foto: F. Pfeil

Versteinerte Hölzer

Vorkommen

Auf allen Kontinenten einschließlich der Antarktis und Arktis.


Größe und Gewicht

Meterlange Stämme sowie kleinste Fundstücke von 4-80 g.


Vom Stein zum lichtdurchlässigen Dünnschliff

Für die anatomische Bestimmung eines versteinerten Holzes sind Dünnschliffe in jeweils 3 verschiedenen Richtungen erforderlich. Erst bei einer Dicke von 25-30 µm des Gesteinsplättchens zeigt sich, ob die urweltliche Zell- und Gewebestruktur noch ausreichend erhalten geblieben ist.


Kieselsäure, ein großer Glücksfall der Natur

Unter Abschluß von Sauerstoff wurden Hölzer im Boden eingebettet. Gelöste Kieselsäure, H4SiO4, enthalten im Grundwasser sowie in vulkanischen Aschen, bewirkte im Holzgewebe eine quarzitische Aushärtung, die sogenannte Verkieselung. Auf diese Weise sind kleinste Zellstrukturen in µm Dimension über Jahrmillionen unverändert erhalten geblieben.

Jungtertiäres Laubholz aus Rauscheröd. Rostbraune Holzstuktur umgibt den dicht verkieselten grauen Kernbereich. Alter Unteres Miozän,
< 17 Millionen Jahre.

© 2009 Prof. Dr. Alfred Selmeier